manueller_modus

WUNDERMITTEL MANUELLER MODUS DER KAMERA

Nur wer im manuellen Modus der Kamera fotografiert kann erfolgreich werden! Wer etwas anderes sagt oder meint hat grundsätzlich unrecht. Schließlich lesen wir das auch oft genug in Foren oder sonst im Netz.

Wie mein Weg begann

Als ich meine erste Spiegelreflex-Kamera hatte, habe ich direkt begonnen im manuellen Modus zu fotografieren. Denn so wird es immer wieder gelehrt. Und tatsächlich, es ist der auf Dauer einfachere Weg. Anfangs führt das sicherlich zu technisch sehr schwachen Bildergebnissen. Das Nachfolgende Bild ist das erste von mir mit einer DSLR gemachte, welches ich im Netz veröffentlicht habe. Zu der Zeit fand ich es noch gut und war froh überhaupt ein Bild hinzubekommen. Heute würde ich das wohl so nicht mehr aufnehmen.

erstes_Bild

Doch wenn man sich mit jeder getätigten Einstellung intensiv beschäftigt und wie es sich auf das Bild auswirkt, lernt man wohl am effizientesten den richtigen Umgang mit der Kamera. Also um die ersten Schritte mit der Technik zu lernen kann ich diesen Weg nur empfehlen! Auch wenn es anfänglich manchmal zu Frust führen kann. Da heißt es dranbleiben.

Viele Wege führen zum Bild

Wenn man dann sattelfest im Umgang mit den technischen Einstellungen der Kamera ist, ist man jedoch nicht gezwungen immer im manuellen Modus der Kamera zu verweilen. Nirgendwo steht dass man nur dann ein Profi sein kann, wenn man ausschließlich diese Kameraeinstellung verwendet.

Natürlich ist es so, dass es Situationen gibt, in denen es sinnvoller ist diesen Modus zu verwenden und die Bildgestaltung nicht der Kamera zu überlassen. Beispielsweise wenn man Studioaufnahmen mit Blitzlicht macht oder aber weil man Bildlooks erstellen möchte die nicht dem Standart der automatischen Kameraeinstellung entsprechen.

Ich selbst nutze mittlerweile auch gern mal eine Autofunktion der Kamera. Wenn ich beispielsweise draußen ein Fest oder Ähnliches im privaten Rahmen fotografieren möchte, dann nutze ich gern die Zeitautomatik. Dadurch stelle ich einen festen Blendenwert ein und die Belichtungszeit wählt die Kamera automatisch. So kann ich auch in sich schnell wechselnden Lichtverhältnissen durchgängig Bilder machen, ohne ständig die Einstellungen verändern zu müssen.

Jedoch benutze ich eine Automatik nur dann, wenn ich auch genau weiß was diese tut und was ich dann für ein Bildergebnis zu erwarten habe. Es ist für mich dann einfach eine Arbeitserleichterung.

Es ist wie beim Autofahren – Irgendwann macht man seinen Führerschein und wird meistens gelernt haben, wie man die Gänge manuell einlegt und zwischendurch wechselt. Anfangs war es ungewohnt und schwer und irgendwann denken wir darüber nicht mehr nach. Im späteren Leben kommen wir vielleicht mal in den Genuss einen Wagen zu fahren, der automatisch die Gänge schaltet. Allerdings wissen wir was das Auto automatisch macht und wir wissen ebenfalls, wie man manuell Gänge einlegt und wann man was machen muss. Wir verstehen den Ablauf. So sollte es auch bei der Kamera sein.

Mich würde ja mal euer Standpunkt zu dem Thema interessieren. Wie seht ihr das?

Also dann, macht´s gut!
Mathias

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    • Klaus
    • 6. Juni 2016
    Antworten

    Mit der M Einstellung kann ich viele Dinge verfeinern. Nachdem ich aber bei einer Hochzeit mit dem blauen Auge davon gekommen bin, arbeite ich mit S und A Modus. Bei Aufnahmen wo ich Zeit habe dann auch M.

      • Mathias Beckmann
      • 7. Juni 2016
      Antworten

      Hey Klaus,
      bei einer laufenden Veranstaltung sind Auto-Modis auch sicher hilfreich. Und ich denke das werden auch viele so machen. Ich habe es bei einer Hochzeit auch schon so gemacht. Aber wenn man dann ein klein wenig mehr Zeit bei den Bildern mit dem Paar hat, kann man ja auch wieder eher auf den Modus-M zurückgreifen.
      Aber da ich auch öfters schon mal mit dem Blitz arbeite, wird es mit den Automatiken sowieso eher schwierig 😉
      Grüße
      Mathias

        • Klaus
        • 7. Juni 2016
        Antworten

        Ich arbeite auch viel mit Blitz. Und das funktioniert eigentlich mit den Automatismen auch ganz gut. Freilich kann man mit dem M Modus (wenn man ihn beherrscht) und ein wenig Zeit viel machen. Was meinst du mit Blitz. Wenn ich den Blitz im iTTL Modus betreibe, regelt er sich relativ gut ein. Was stellst du da manuell ein? Oder nutzt du auch den Blitz im manuellem Modus?

          • Mathias Beckmann
          • 8. Juni 2016
          Antworten

          Da meine Blitze nicht mit der Kamera synchronisieren stelle ich für gewöhnlich alles manuell ein. Von daher stellt sich die Frage der Einstellungen gar nicht 🙂

  1. Antworten

    Moin Mathias, ich sehe das auch so. Mit der M-Einstellung habe ich die volle Kontrolle. Aber manchmal (auch bei der Hochzeitsfotografie) nutze ich bei bestimmten Situationen auch gerne mal die Automatikfunktion. Kommt in letzter Zeit immer weniger vor aber ab &zu greif ich gere wieder zurück. Is ja keine Schande, aber wenn ich bei bestimmten Situationen sowieso weiß was die Automatik macht und ich damit einverstanden bin – warum nicht. Ich kann meine RAW-Bilder später ja noch weiterbearbeiten!

      • Mathias Beckmann
      • 24. April 2016
      Antworten

      Hallo Frank,
      ja das denke ich auch. So lange die gewünschten Bilder bei herauskommen und nicht irgendwelche Zufallsprodukte, dann passt das schon. 🙂
      Grüße
      Mathias

    • Gerd
    • 23. April 2016
    Antworten

    Meine erste SLR war eine Analoge. Eine Cam, komplett ohne Automatik. Das war aber Ende der siebziger Jahre…
    Damals musste ich manuell fotografieren. Man hat noch in Büchern gelesen, statt in Foren oder Blog… 😀
    Definitiv unterschreiben kann ich, dass man so die Zusammenhänge am ehesten zu Verstehen lernt. Aber ob der M-Modus gleich von Anfängern zuerst genutzt werden sollte? Ich glaube: NEIN! Vielen wird evtl. ein Erfolgserlebnis fehlen und man tut sich evtl. schwer, die Ergebnisse auszuwerten.
    Ich halte es für sinnvoll, schon mit einer Teilautomatik, speziell der Zeitautomatik, zu arbeiten, aber damit Verstehen zu lernen. So hat man eine Variable weniger. Und man sollte sich auch erst einfacheren Projekten widmen, wie z.B. Stillleben, Blumen, Gebäude mit Vordergründen im Nahbereich etc. Mit der Blende die Schärfentiefe beeinflussen und damit das Bild gestalten. Später dann auch mal Aufnahmen in der Blauen Stunde, Gegenlichtaufnahmen, Motive mit schnellen Bewegungen, Bühnenfotografie, etc.
    Also Schritt für Schritt dem vollen Verstöndnis entgegen!
    Einsteigern empfehle ich eine kurze Serie – und zwar „Diana lernt fotografieren“ auf gwegner.de (http://gwegner.de/foto/foto-tipps-fuer-einsteiger/). Hier erklärt der Gunther ganz einfach und verständlich die Grundlagen der Fotografie – ganz ohne lange Texte und mit man erzielt als Einsteiger schnelle Ergebnisse.

      • Mathias Beckmann
      • 24. April 2016
      Antworten

      Hallo Gerd,
      vielen Dank für dein ausführliches Statement. Grundsätzlich gebe ich dir in diesen Dingen auch Recht. Ob man allerdings direkt im manuellen Modus oder in einer Teilautomatik beginnt, ist wohl auch eine Typ-Sache, je nach dem wie hoch die Frustrationsgrenze ist. Da ich Kummer gewohnt bin, habe ich mir zu Beginn einmal die volle Ladung gegönnt. Aber so war es ja früher auch nicht anders möglich, von daher. 🙂
      Die angegebene Seite habe ich mir auch mal kurz angeschaut. Inhaltlich wohl gut aber von „ohne lange Texte“ kann man wohl nicht zwingend sprechen. Es wird immer noch entsprechend ausführlich erklärt, was in gewissem Maße ja auch sein muss. Aber vielleicht hilft es ja auch jemandem 🙂
      Grüße
      Mathias

    • Marc
    • 23. April 2016
    Antworten

    Hallo Mathias,

    für mich ist das auch selbstverständlich! Grundsätzlich ist es bei mir so, dass ich generell bei technischen Dingen wissen will, was dahintersteckt bzw. was da vor sich geht.

      • Mathias Beckmann
      • 23. April 2016
      Antworten

      Hey Marc,

      eine gesunde Neugier ist sowieso oft nicht verkehrt 🙂 Auch schön zu sehen dass du es ebenso handhabst. Geht mir eigentlich auch so. Ich will wissen was ich tue und sie nicht einfach nur machen, weil man es halt so macht 😉

      Grüße
      Mathias

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