tethering_lightroom_kamera

TETHERING SHOOT MIT LIGHTROOM

Zunächst einmal eine Begriffserklärung. Denn Tethering bedeutet eigentlich nichts anderes, als sich mit einem anderen Gerät zu verbinden. So kann eine Kamera an ein Handy, Tablett oder auch Computer angeschlossen werden. Der Vorteil ist, dass darüber die Kamera ferngesteuert oder Bilder sich direkt am Bildschirm angesehen werden können. Das macht jedoch oft nur dann Sinn, wenn es einen möglichst festen Kameraaufbau gibt und diese nicht ständig bewegt werden muss, oder wenn Kamera und Zweitgerät möglichst immer nah beieinander bleiben.

Tethering mit Lightroom

In diesem Beitrag möchte ich vor allem auf die Tethering-Funktion von Lightroom eingehen. Denn die Kamera kann nicht nur mit einem anderen Gerät verbunden werden, sondern beispielsweise am Computer auch eine Verbindung zu Lightroom herstellen.

Der Entscheidende Vorteil ist, dass Bilder direkt nach der Aufnahme an einem großen Bildschirm angezeigt werden können. Dadurch kann man zum einen Details eines Bildes noch besser beurteilen und zudem das Bild auch gleichzeitig mit mehreren betrachtet und besprechen.

Da aber die bloße Darstellung der Bilder zu einfach wäre, bietet die Verbindung zu Lightroom die Möglichkeit alle Funktionen des Programms zu nutzen. Das bedeutet also, dass Bilder mit der Kamera aufgenommen, diese an Lightroom übertragen werden und man direkt Computer eine erste Bearbeitung (theoretisch auch eine finale) durchführen kann.

Einrichtung der Hardware für das Tethering

Um die Funktionen nutzen zu können, bedarf es auch etwas zusätzlicher Hardware. Zunächst benötigt man eine von Lightroom unterstützte Kamera. Ob deine Kamera unterstützt wird, erfährst du bei Adobe (Link: Adobe – Unterstützte Kameras).

Wenn der Punkt passt gibt es nun zwei Möglichkeiten die Kamera mit dem Computer zu verbinden. Zum ersten über W-Lan. Da aber die Einrichtung in meinen Augen vergleichsweise etwas „umständlicher“ ist und auch nicht jede Kamera W-Lan unterstützt, verzichte ich darauf näher einzugehen.

Eine zweite Möglichkeit ist die Verbindung via USB-Kabel. Dabei habe ich für mich eine Länge von 10 Metern gewählt, um möglichst flexibel zu sein. Allerdings ist gerade bei solchen Längen darauf zu achten, dass ein sog. „aktives“ USB-Kabel verwendet wird. Dadurch werden die Signale verstärkt die sonst auf die Distanz verloren gehen könnten. Sprich: Die Daten kommen sonst nicht an. Dabei habe ich folgendes Kabel gekauft, was nach wie vor im Einsatz ist: USB-Kabel Aktiv (Amazon-Link). Zwar kann man auch auf ein USB 3.0 Kabel setzen, das bringt allerdings nur etwas, wenn die Kamera ebenfalls diesen Anschluss und demnach die Geschwindigkeit unterstützt.

Tethering in Lightroom

Nachdem also die Technik hergerichtet wurde, geht es an das Programm. Der vermutlich leichteste Teil. Zunächst muss also die Kamera via Kabel oder ggf. per W-Lan mit dem Computer verbunden werden. Danach wählst du im Lightroom Menü den Punkt „Datei > Tether-Aufnahmen > Tather-Aufnahme starten…“. Nachdem die Aufnahme einen übergeordneten Namen bekommt, die Art der Dateibenennung und der Speicherort festgelegt ist, wird eine Leiste mit Kameraeinstellungen und einem Auslöser auf dem Bildschirm eingeblendet.

lightroom_tethering

Nun ist die Kamera also erfolgreich mit Lightroom verbunden und es werden ab jetzt alle Aufnahmen direkt an das Programm übertragen. Die Übertragung der Dateien ist genau so, als würden die Bilder sonst durch den Import auf die Festplatte übertragen werden. Ein nachträglicher Import der Bilddaten in Lightroom ist somit nicht mehr notwendig.

Kleiner Tipp am Rande: Der hellgraue Knopf gibt die Möglichkeit, die Kamera auch vom Computer aus auszulösen. Blende, Verschlusszeit und Co. lassen sich jedoch nicht am Computerbildschirm verändern. Wenn man die Tether-Aufnahme wieder beenden möchte, funktioniert das genau so wie beim Beginn über „Datei > Tether-Aufnahme > Tether-Aufnahme beenden…“.

Mit dem Wissen kannst du nun direkt loslegen. Nutzt du diese Funktion schon, oder ist das ein alter Hut? Schreib es doch mal.

Also dann, macht´s gut!
Mathias

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    • David
    • 17. Mai 2016
    Antworten

    🙂 Gut dass wir vor der Fotobox-Geschichte darüber gesprochen hatten.
    Die selbe Funktion gibts eben auch in Aperture, was ich erst rausgefunden hatte, nachdem du es mir in Lightroom gezeigt hattest.

    Für die Fotobox war es quasi die geilste Lösung. Das Bild ist sofort da, ohne lästige sonstige Symbole, einfach im Fullscreen!

      • Mathias Beckmann
      • 18. Mai 2016
      Antworten

      Das stimmt, hätte ich jetzt so auch nicht erwartet dass das Programm das unterstützt 🙂 Schade nur, dass es ja nicht weiterentwickelt wird, wenn ich das recht verstanden habe!?
      Was nur schade bei der Funktion ist, zumindest in LR ist es so, dass die Übertragung doch kurz dauert.

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