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Perfektes Licht mit System – Roberto Valenzuela | Review

Schön dass du bei einem neuen Beitrag oder genauer gesagt zu einem neuen Review dabei bist. Wie versprochen gibt es nun auch endlich mal ein Buch zum Thema Fotografie!

Heute geht es um das Buch: Perfektes Licht mit System von Roberto Valenzuela *

Vorwort

In der Vergangenheit habe ich schon verschiedene Bücher zum Thema Fotografie gelesen. Jedoch gab es wohl nur wenige die für mich persönlich so viel Mehrwert geliefert haben. Es ist eigentlich eine Binsenweisheit dass Fotografie das Arbeiten mit Licht bedeutet, und gänzlich ohne Licht funktioniert es nicht.

Jetzt allerdings mal die Frage: Wie bewusst hast du dich bisher mit dem Licht auseinander gesetzt und hast versucht es wirklich zu verstehen? Ist es nicht oft so, dass man sich viel  mehr mit der Kameratechnik oder z.B. in der Portraitfotografie mit den möglichen Posen beschäftigt und auswendig lernt? Mir hat dieses Buch eine veränderte Sichtweise auf Licht gegeben, was es für mich zu einem viel spannenderen Thema macht. Sogar im Alltag!

Zum Inhalt

Nun weiß ich, dass manch einer Kritik daran übt das der Autor Valenzuela hier „sein perfektes System“ verkaufen will. Man mag von Systemen halten was man will, aber ein System oder ein strukturierter Leitfaden hilft uns einfach, Dinge besser zu merken und hinterher auch umzusetzen. Aber das bedeutet ja nicht dass ich so ein System 1:1 genau so übernehmen muss oder die Sorge hätte dass es ausschließlich nur so geht.

Viel wichtiger ist, das hat mir auch den großen Mehrwert geliefert, allgemein zu verstehen was genau überhaupt Licht ist und wie es funktioniert. Und das ist durchaus komplexer (jedoch nicht unbedingt kompliziert), als man denkt. Wenn man auch mal die physikalischen Hintergründe kennenlernt, versteht man letztlich auch besser wie man das Licht für sich optimal einsetzen kann.

Im ersten Teil des Buches geht Robert Valenzuela darauf ein wie Licht eigentlich funktioniert. Dabei geht es um Themen wie Licht reflektiert, was die Größe der Lichtquelle ausmacht oder wie sich unterschiedliche Farben im Bild auswirken. Nach dem gut verständlich bewusst gemacht wurde wie sich Licht ganz unabhängig von der Fotografie überhaupt verhält, geht der Autor im zweiten Teil darauf ein wie man sich nun die gewünschte Lichtsituation schaffen kann.

Er fängt an zu erläutern, was die Richtung und die Quelle des Lichtes ausmacht, was mir Schatten am Boden zu sagen haben oder wie ich mit einer Situation im Freien umgehe. Das und noch viele weitere Situationen werden erklärt. Es bleibt jedoch dabei nicht bei einer theoretischen Abhandlung. Sondern es wird auch immer wieder anhand seiner Bilder erklärt was genau er gemacht und was er sich dabei gedacht hat. Man kann also direkt an Beispielbildern lernen und auch schon vorab, bevor man die Erklärung dazu liest, sich selbst Gedanken dazu machen.

Meiner Meinung nach ist es gar nicht so leicht, in einem Buch einen vernünftigen praktischen Bezug herzustellen der zudem gut verständlich ist. Allerdings hat Valenzuela das für mein Empfinden sehr gut hinbekommen. Es ist jedoch auch zu erwähnen das der Autor vor allem im Bereich von Hochzeiten unterwegs ist. Das spiegelt sich natürlich etwas im Bildmaterial wieder, jedoch wird genug Abwechslung geboten, auch abseits der Hochzeitsfotografie.

Für mich persönlich muss ich sagen, dass sich auch meine Art des Fotografierens gerade in diesem Jahr für mich merkbar verändert hat. Vor allem achte ich selbst viel mehr auf Licht und Schatten und wie es wirkt. Dazu einfach mal ein Vergleich wie Bilder (zum Teil) 2015 oder 2016 aussahen.

Fazit

Würde ich dieses Buch nochmal kaufen?

Ich wünschte sogar, ich hätte es mir 2-3 Jahre früher gekauft, wenn ich von dem Buch gewusst hätte. Wobei es das eigentlich erst seit Mitte/Ende 2016 gibt 😉 Und ich fand es sogar so gut, dass ich mir bereits ein weiteres Buch von ihm bestellt habe was nur darauf wartet gelesen zu werden.

Wem würde ich dieses Buch empfehlen?

Besonders hilfreich ist es für alle, die noch nicht so viel Erfahrung in der Fotografie haben. Den Umgang mit Licht zu lernen und zu perfektionieren eröffnet einem ganz andere Möglichkeiten. Meiner Meinung nach ist es aber dennoch auch interessant für Fotografen die bereits Erfahrung haben. Manchmal ist eine andere Sichtweise auf schon bekanntes durchaus hilfreich und kann dazu führen seine eigenen Prozesse zu überdenken. Irgendwo ist vermutlich für jeden etwas dabei was er noch lernen kann, wenn er denn offen dafür ist. Weniger interessant ist es wohl für die, die bereits Jahre intensive Erfahrungen in der Fotografie haben.

Hier geht es nochmals zum Buch: Perfektes Licht mit System von Robert Valenzuela *

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Wie fandest du dieses Buch? Oder gibt es ein anderes Buch worüber dich mal ein Review interessieren würde? Dann schreib es doch einfach mal in die Kommentare!

Beste Grüße
Mathias

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