Nachts auf der Autobahn | Blog

Es ist Sonntagnacht auf der A45. Ich fahre mit meinem Auto nachhause in Richtung Freudenberg. Das Wochenende war gut und ich freue mich schon ein wenig auf die neue Woche und bin schon gespannt was da alles so läuft. Die Autobahn war relativ leer und die fahrt verlief ruhig. Da war ich froh drum, denn auch wenn ich doch recht aufmerksam auf der Straße war, konnte ich dennoch nicht abstreiten mittlerweile recht müde zu sein.

Die Ruhe vor dem Sturm

Es ist nun auch gar nicht mehr so weit, noch etwa 30-40km und ich bin endlich zuhause. Bis plötzlich Geräusche aus dem Motorraum kommen, die schnell lauter werden. Was ist das, was passiert hier? Nach einem kurzen Stoßgebet fand ich mich Gedanklich wieder auf der Straße zurück. Gut dass es so ruhig war. Mir ist gar nicht bewusst was etwa 1-2km lang passierte, aber es endete damit dass nach Krach unter der Motorhaube sich ein unangenehmer Geruch breit machte und es klimperte und klirrte als wäre ein Sack schrauben vorn aus dem Auto gefallen. Sch**** Zumindest hätte ich vielleicht in so einem Augenblick gerne so etwas gesagt, habe es mir dann aber dennoch verkniffen.

Warnblinkanlage an und schnell rüber auf den Seitenstreifen. Da saß ich nun im Dunklen, schon fast zuhause und doch mit einem kurzen Gefühl von Hoffnungslosigkeit. Was nun? Die Suche nach einem passenden Abschleppdienst war schwerer als Gedacht, denn in der Nähe war kaum einer und irgendwie funktionierten diese Nummern nicht. Nach etwas Mühe bekam ich dann doch jemanden ans Telefon und mit der Frage ob man mir helfen könnte, entgegnete man mir: „Für Geld machen wir fast alles!“. Vielen Dank, das macht natürlich Mut!

Als wäre das noch nicht genug, prophezeite man mir auch mögliche Kosten die sich mit dem Abschleppen und der Reparatur auf einen „kleineren“ 4-Stelligen Betrag summieren. Da war es wieder: „Sch****“. Zumindest der Gedanke daran. Das ist ein Sonntagabend den man sich so überhaupt nicht wünscht. Nach nur wenigen Stunden Schlaf, der auch eher schlecht als recht war, ging es in einen neuen Tag. Es „ging“ sogar wortwörtlich in einen neuen Tag, da ich mich nun einmal mehr als Fußgänger betätigen darf.

Was hat das mit der Selbstständigkeit zutun?

Bereits in der Vergangenheit habe ich mal in einem Video erwähnt, dass ich immer mal wieder etwas Einblick in meinen Weg in die Selbstständigkeit geben möchte. Gerade im Social Media wird oft nur über positive Ereignisse im Leben berichtet. Vor allem im unternehmerischen Bereich. Was grundsätzlich auch erst einmal nichts Schlechtes ist. Jedoch verzerrt es natürlich auch das tatsächliche Bild etwas, daher finde ich es auch mal interessant über Schwierigkeiten zu schreiben.

Und genau so eine Situation trägt auch zu einer Schwierigkeit bei. Nun kann man natürlich sagen, dass es ein Problem ist, dass viele schon gehabt haben. Aber für die, die selbst auf dem Weg in eine hauptberufliche Selbstständigkeit sind oder auch schon mal an so einem Punkt waren, ist es doch manchmal so, dass jeder Euro teils hart erarbeitet werden muss und gefühlt manchmal mehr Wert ist, als er es tatsächlich ist.

Gerade in so einer Phase sind natürlich ungeplante Investitionen teilweise gar nicht so leicht zu tragen und kostet vielleicht manch einen sogar die Existenz. Von daher kann auch so ein eigentlich eher privates Problem schnell zu einem geschäftlichen werden. Vor allem, weil es ohne Auto natürlich auch schwierig ist, gewisse Termine & Co. wahrzunehmen.

Ich für mich sehe es dann aber, wenn auch nicht auf anhieb, doch eher entspannt. Auch wenn noch die Lösung für das Problem noch überhaupt nicht klar ist, während ich diesen Beitrag geschrieben habe. Geht  es letztlich doch nur um ein finanzielles Problem, welches oft doch irgendwie gelöst werden kann. Aber ich selbst bin ja gesund, habe alles wichtige wie Essen und Trinken und eben was man sonst so braucht. Ja, ich würde sogar meinen, dass es sogar mal etwas entschleunigt wenn man eher mal zu Fuß unterwegs ist. Und schönerweise bekomme ich sogar für eine gewisse Zeit ein Fahrrad geliehen.

Natürlich ist sowas kein Dauerzustand und aktuell warte ich noch auf Informationen der Werkstatt, wovon eine künftige Lösung abhängt. Dennoch ist es kein Weltuntergang. Das sind Momente wo ich eine etwas rationalere Sichtweise empfehlen würde. Denn nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird. So sagt es ein Sprichwort. Und so ist es auch bei Problemen die entstehen. Außerdem kann man an Herausforderungen lernen und wachsen, was doch auch etwas Gutes ist.

Also selbst solche Tiefschläge können doch manchmal etwas positives haben. Wichtig ist, wie man die Dinge für sich angeht. Was hattest du denn bereits für Probleme und wie bist du damit umgegangen? Schreib es doch mal in die Kommentare!

Grüße
Mathias

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