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Musik als Fotograf richtig einsetzen | Fotografie

Musik bereichert schon seit je her den Alltag des Menschen. Und sogar in der Fotografie kann sie richtig eingesetzt, für bessere Bildergebnisse sorgen. Glaubst du nicht?

Hörst du das?

Klick.

Fotograf: Okay, etwas weiter links!

Klick. Klick.

Fotograf: Jetzt das Kinn ein Stück nach vorn!

Klick.

Fotograf: So ist es gut, weiter so!

Kommt dir so eine Situation vielleicht bekannt vor? Geht es dir bei einem Shooting manchmal sogar selbst so? Man hört nichts außer das regelmäßige Klicken der Kamera, welches gelegentlich durch Anweisungen des Fotografen unterbrochen wird. (Zumindest in sofern der Fotograf überhaupt Anweisungen gibt…)

Ohne die Ergebnisse von dem Shooting zu sehen, klingt dass doch nach einem lockeren und entspannten Tag, um gemeinsam richtig gute Bildergebnisse aufzunehmen. Nicht.

Okay zugegeben, nicht jede Art von Fotografie lässt große Spielräume für Emotion und Power. Doch wieso sollte man ein Shooting möglichst strikt und nüchtern durchführen, wenn es die Situation gar nicht verlangt?

Wenn ich alle paar Jahre mal beim Fotografen bin um mir Passbilder erstellen zu lassen, befinde ich mich meist in einer cleanen Umgebung, in der Distanz herrscht und es husch husch vorwärts gehen muss. Das ist in dem Fall noch irgendwie okay.

Aber wenn ich doch viel Geld für einen Fotografen zahle, um ein umfangreicheres Shooting zu bekommen, kommt es mir doch nicht nur auf die Bildergebnisse an (wobei die im Kern natürlich zählen), aber im besten Fall möchte ich doch auch währen dessen eine gute Zeit erleben.

Musik lockert so ein Fototermin für den Fotografen wie für das Model bzw. den Kunden gleichermaßen auf.

Unser Kopf wird kreativ, der Körper möchte sich vielleicht bewegen, es besteht Gesprächsstoff über Gedanken die einem dazu kommen und man kann sich ein bisschen in seiner eigenen Welt verlieren und dass nimmt einem den Stress vor bzw. hinter der Kamera.

„Time to say goodbye“ zur Hochzeit gespielt?

Kennst du diesen Musiktitel? (Youtubelink: Time to say goodbye) Dieses Lied an einer Hochzeit zu spielen, wäre wohl eine der unpassendsten Auswahlen die man treffen kann!

Ebenso verhält es sich bei einem Fotoshooting, wenn dort die Musik wild durcheinander spielt oder überhaupt nicht zum Thema passt. Eigentlich relativ klar. Aber ist dir auch bewusst, welche Wirkung Musik während dessen haben kann?

Dass Musik die Zusammenarbeit auflockern kann ist bereits genannt. Aber mit der richtigen Musik kann die Stimmung in einem Bild intensiviert und das abschließende Bildergebnis nochmals aufgewertet werden.

Selbstverständlich kann man auch einfach so die Musik nebenher laufen lassen, um eine lockere Atmosphäre zu erzeugen. Gute Laune soll allgemein bei einem Fotoshooting nicht schaden. Da ist es kein Problem auch das Model zu fragen, welche Musik am liebsten laufen sollte.

Möchte man jedoch eine ganz bestimmte Emotion im Bild erzeugen, bei Sport ist es beispielsweise große Anstrengung bis hin vielleicht zu einem Ausdruck mit Wut. Dann ist natürlich dabei darauf zu achten, die passende Musik zur gewünschten Situation zu wählen. Dabei können im Voraus erstellte Playlisten helfen.

Doch Achtung! Wenn man sich auf einem emotionalen Hoch- oder Tiefflug befindet, wie das enorme Pushen bei anstrengendem Sport oder bei sehr dramatischen Klängen für eine höchst sensible Stimmung ist darauf zu achten, dass diese Art von extremer Emotion nicht all zu lange erzeugt bzw. gehalten werden kann. Je nach Person zieht das für 10-20 Minuten, aber danach fällt man wieder in eine eher neutrale Stimmung zurück. Also unter keinen Umständen über mehrere Stunden versuchen eine sehr extreme Emotion wie starke Traurigkeit oder immense Aggression erzeugen zu wollen.

Wie handhabst du es eigentlich mit Musik bei einem Fotoshooting? Schreib es mir doch mal in die Kommentare! 🙂

Beste Grüße
Mathias

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