FACEBOOK WAS IST NUR MIT DIR? | BLOG

Liebes Facebook,

wir kennen uns nun schon einige Jahre. Anfangs war ich dir skeptisch gegenüber und habe den Kontakt mir dir lange Zeit gemieden. Doch irgendwann war ich doch neugierig und habe mich auf eine gemeinsame Zeit eingelassen.

Zu Beginn hatten wir nur sporadisch miteinander zu tun, doch vor allem als ich mich geschäftlich immer mehr eingebracht hatte, hatten wir immer mehr zusammen gemacht. Wir sind über Jahre gemeinsam gewachsen und gereift und hatten trotz mancher Höhen und Tiefen doch einiges an Spaß zusammen.

Aber in der letzten Zeit fühlte ich mich bei dir leider nicht mehr wirklich wohl. Wenn ich gerade meine dich wieder etwas besser kennengelernt zu haben, verändertest du dich dich wieder. Aber als wäre das noch nicht alles, hatte ich das Gefühl dass wir uns in ganz unterschiedliche Richtungen entwickeln.

Denn besonders schwer ist auch der Umgang zusammen mit anderen. Du scheinst manchmal magisch andere Leute anzuziehen, die wohl nichts besseres zu tun haben als Streit zu suchen, mit ihrer vermeintlich „konstruktiven Kritik“ für Unruhe zu sorgen oder regelrecht „Cybermobbing“ zu betreiben.

So macht es mir mit dir einfach keinen wirklichen Spaß mehr. Nun würde ich mir wünschen, wenn wir alle zusammen einfach eine gute Zeit hätten, einander helfen und unterstützen. Doch stattdessen driftet es immer mehr ab. Ehrlich gesagt sehe ich momentan für uns keine Chance nah zusammen zu sein und gemeinsam Dinge zu erarbeiten und zu erleben.

Bitte verstehe mich nicht falsch, dies ist kein Abschiedsbrief. Aber dennoch denke ich, dass es gut ist, wenn wir die nächste Zeit nicht so häufig miteinander zu tun haben und etwas mehr unsere eigenen Wege gehen. Ich will nicht ausschließen dass wir mal wieder näher zueinander finden, doch aktuell tut uns etwas Abstand sicherlich ganz gut.

Ich danke dir für die bisher so intensive und sicherlich auch gute Zeit. Freue mich auch auf die Zukunft, wie auch immer sie aussehen mag und verbleibe

mit lieben Grüßen
dein Mathias

Wo liegt das Problem?

Wer mich etwas kennt und verfolgt, der weiß dass ich gerade die letzten Jahre schon ein klein wenig aktiver auf Facebook unterwegs war. Frustriert von der Speichelleckerei und nicht wirklich hilfreichen Kommentaren auf anderen Bildplattformen sah ich in Facebook eine Chance.

Und tatsächlich bestand die Möglichkeit anderen zu helfen oder selbst Hilfe zu bekommen. Ganz besonders die ganzen Gruppen zu Themen wie der Fotografie oder Bildbearbeitung boten da einiges an Raum.

Man konnte sich gegenseitig helfen und es bestand auch die Möglichkeit mit eigenen Inhalten anderen helfen zu können, ohne dabei den Anspruch zu erheben alles zu wissen oder Inhalte völlig Fehlerfrei herüber zu bringen. Was aber bei einer offenherzigen und auch kostenfreien Hilfe vielleicht auch nicht immer so schlimm ist (was wohl nicht jeder so sieht oder versteht).

Genau dies waren die Dinge die Spaß gemacht haben. Doch gerade in den letzten Monaten sehe ich es immer öfter, dass überall aber vor allem auch in Gruppen vermehrt eher negative Kommentare über alles und jeden herüber kommen. Es geht dabei nicht nur um mich und meine Inhalte, sondern Übergreifend über eine ganze Anzahl an Usern.

Eine Bildkritik zu Bildern zu erhalten, ohne danach gefragt zu haben mag vielleicht noch okay sein. Aber wenn dann Bilder oder Composings von Anfängern zunichte gemacht werden, oder in Hilfestellungen Tutorials etc. irgendwas an Fehlern gesucht wird nur um zu zeigen dass man selbst doch viel besser ist, fängt an sehr grenzwertig zu sein.

Eigentlich dienen solche Gruppen dazu, für einander da zu sein und nicht zu zeigen das man der angeblich größte Hahn in der Masse ist. Wenn einen dann noch Leute „belehren“ wollen, ohne selbst in dem Bereich bessere Ergebnisse vorzuweisen finde ich das sehr schwierig.

Der Spaß ist weg…

Das was ich mache, ebenso wie „Social Media“ mache ich vor allem, weil es mir Spaß macht. Und wenn der Spaß dabei verloren geht, finde ich dass es nicht mehr das richtige für mich ist!

Ich gehe den Weg den ich aktuell gehe, weil ich das machen möchte was mir Freude bereitet. Wenn ich jedoch ständig Dinge habe die mich herunter ziehen oder mir eher Frust als Freude bereiten, dann kann ich auch wieder 8-10 Std. täglich irgendwo in einem Unternehmen hinterm Schreibtisch sitzen.

Daher müssen für mich daraus irgendwelche Konsequenzen folgen. Mit all dem aufzuhören wäre keine Lösung. Schon rein rational wäre das nicht wirklich sinnvoll. Aber daher werde ich mich von Facebook etwas zurück ziehen und damit auch speziell von den leider so vielen „negativen Menschen“.

Ich weiß dass dort nicht alles nur schlecht ist, es gibt auch viele liebe Menschen und auch einige gute Kontakte (wenn du dies liest, gehörst du sicher auch zur zweiten Gruppe), allerdings überwiegt für mich aktuell der Einsatz, der Frust und die Mühe und es ist eher so ein: „Ich muss jetzt mal wieder Facebook machen“.

Also kein Facebook mehr?

Wie bereits im Brief eingangs beschrieben, will ich mich nicht gänzlich von Facebook verabschieden. Gerade weil es doch einige nutzen, auch um z.B. meine Inhalte zu verfolgen. Und ich möchte die Seite auch nach wie vor mit aktuellen Dingen bestücken, so dass du mit wichtigen Dingen auf dem Laufenden bleibst.

Aber die aktive Arbeit mit Social Media und den Nutzern möchte ich ein wenig verlagern bzw. sagen wir mal so, ich möchte einfach mal neue Wege ausprobieren. Daher werde ich mich künftig etwas mehr auf Twitter und Instagram versuchen aufzuhalten, um zu schauen wie es dort so ist.

Und vor allem will ich mich noch mehr um den eigenen Blog kümmern sowie auch um Youtube. Also letztlich bleibt Facebook bestehen und es gibt weiterhin aktuelle Updates, jedoch das interaktive Geschehen soll sich künftig ein wenig wo anders abspielen!

Instagram: www.instagram.com/beckmannmathias
Twitter: www.twitter.com/beckmannmathias

Phu… ist doch ein langer Text geworden. Wie stehst du eigentlich zu dieser ganzen Facebook-Thematik? Schreib es doch mal. Und teile den Text auch gern mit anderen 🙂 Vielen Dank!

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  1. Antworten

    Sooooo viele wahre Worte! Ähnlich erlebe ich es auch nur wohl noch nicht ganz so schlimm. Es ist sehr schade weil wie du geschrieben hast, gibt es auch gutes. Doch wenn der Spaß verloren geht und es zu einem ich“ muss machen“ wird, sollte man wirklich etwas Abstand nehmen. So ähnlich gehe ich dann auch vor. Nicht gänzlich verabschieden sondern nur etwas Abstand. Ich werde dir weiter folgen weil es mich aufrichtig interessiert und ich das ein oder andere für mich und meine fotografische Arbeit mitnehmen konnte,wofür ich sehr dankbar bin.
    Ich wünsche weiterhin alles gute, viel Freude an all deinen Projekten und freue mich bald wieder etwa von dir zu sehen/lesen.

      • Mathias Beckmann
      • 19. April 2017
      Antworten

      Hallo Steffi,
      ich freue mich sehr über deine so positiven Worte. 🙂 Das macht Mut und Freude auch weiter zu machen! Letztlich höre ich ja auch nicht auf, ich verlagere einfach nur etwas. Und mal sehen, vielleicht packt mich ja irgendwann doch noch mal das „Facebook-Fieber“. Oder es gibt bis dahin noch etwas ganz anderes 😉
      Grüße, Mathias

    • (Ra)Mona
    • 19. April 2017
    Antworten

    Hallo Matthias
    Ich sehe es genauso. Facebook macht keinen Spaß mehr. Überall in Facebook wird nur noch Niedergemacht und Gestänkert. Egal in welcher Gruppe. Mir kommt es vor als ob die Menschen dort ihr wahres Gesicht zeigen. Nicht nur in den Gruppen ist das Auffällig auch bei den Eigenen Kontakten ist mir das aufgefallen. Sobald man was Gemeines Postet ( ich hab das mehrere Male getestet) Kriegt man Positives Feedback. Ist es Freundlich oder soll zu irgendwas Positivem aufrufen ( zb. DKMS) wird man böse Angemacht. Ich finde Facebook Momentan nur noch zum Ko… Und wenn man so einiges Meldet bei FB, wird es ja Angeblich geprüft, aber sie machen Trotzdem Nix. Da ist es ganz offensichtlich das es gegen die „Regeln von Facebook“ Verstößt, aber laut FB ist nach Prüfung alles Inordnung!!
    Das verteh einer was das soll!!

    LG (Ra) Mona

      • Mathias Beckmann
      • 19. April 2017
      Antworten

      Danke Ramona.

      Kann ich vollkommen nachvollziehen. Grundsätzlich sorgt Negatives eher für „Schlagzeilen“ als Positives. Daher will ich mich ein wenig davon distanzieren um meine eigene „innere Gesundheit“, so nenne ich es mal, zu schützen.

      Aber ich muss sagen, dass ich zum Glück noch nicht so bei persönlichen Kontakten wahrgenommen habe. Interessanterweise habe ich sogar auch ein Beispiel in meinen Kontakten zum Thema „DKMS“ und dort hat es sehr positiven Anklang gefunden 🙂 Also da einfach nicht entmutigen lassen!

      Grüße, Mathias

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