EQUIPMENT-TEST IN DÜSSELDORF – OBJEKTIV UND KAMERAGURT

Vor ein paar Tagen war es endlich soweit, ich konnte mein gewünschtes neues Equipment in Händen halten. Und als wäre das noch nicht genug, gab es gleich einen neuen Kameragurt mit dabei. Und um diese mal in ihrer Funktionsweise zu testen, habe ich die mal zu einem kleinen Ausflug nach Düsseldorf mitgenommen. Bilder und erste Erfahrungen gibts nachfolgend.

Nächster Halt: Düsseldorf Hauptbahnhof

Wenn man in der glücklichen Situation ist ein Auto zu besitzen, betritt man für gewöhnlich nur noch selten die öffentlichen Verkehrsmittel. Nach dem beschlossen wurde nach Düsseldorf zu fahren und dort mal etwas über den Wochenmarkt auf dem Carlsplatz zu schlendern, war die Entscheidung für öffentliche Verkehrsmittel eigentlich schnell gefasst. Es hat sich auch als gute Idee herausgestellt!

Eigentlich hätte ich vermutet dass an einem üblichen Wochenmarkt kaum jemand so verrückt ist und mit einer Kamera herumläuft und Aufnahmen macht, dem war aber nicht so. Erstaunlich viele waren mit der Kamera unterwegs. Und eigentlich auch schön, dass es dort einen Wochenmarkt gibt, der tatsächlich den Großteil der Woche offen hat. Neben viel Obst und Gemüse gibt es dort vor allem auch jede Menge Blumen, also eigentlich prima Motive um ein paar Testaufnahmen zu machen.

Das neue Objektiv: Canon 24-105mm f4 L

Neu in der Objektivfamilie ist nun das Canon 24-105mm f4 L, endlich mal ein Objektiv für die Vollformatkamera welches für alltägliche und nicht ganz vorhersehbare Situationen gedacht ist. Warum gerade dieses Objektiv? Da ich auch öfters mal Veranstaltungen begleite oder unterwegs bin und nicht genau bestimmen kann, welche Situation ich antreffe, wollte ich gerne ein Objektiv welches als Allroundtalent stets zur Seite steht.

Dabei habe ich verschiedene Objektive verglichen. Zunächst  war die kürzlich erschienene neue Version dieses Objektivs eigentlich mein Favorit. Doch durchwachsene Meinungen ohne ein klares positives Ergebnis haben für mich den Mehrpreis von mehreren hundert Euro nicht gerechtfertigt. Andere Anbieter wie Tamron oder Sigma haben zwar teils qualitativ bessere Linsen, haben dafür aber Probleme bei der Kompatibilität mit gewissen Filtern, was mir auch nicht zusagte.

Dann blieb dann noch eine Alternative wie ein Canon 24-70mm, was mir aber persönlich zu wenig Spielraum geboten hat, da ich bei Portraits eine Brennweite von 85mm verwende, die ich auch abgedeckt haben wollte, gerade wenn ich auch schon mal bei Veranstaltungen unterwegs bin.

Der erste Eindruck von dem Objektiv ist positiv. Die Verarbeitung ist trotz des Alters von über 10 Jahren nach Erscheinen gut und auch das Arbeiten geht mit dem Objektiv schnell voran. Der Fokus ist relativ leise und zügig. Allerdings bin ich mir nicht ganz sicher, ob der immer so richtig arbeitet. Entweder lag es an mir, oder aber er fokussiert nicht immer optimal. Oder die Schärfe lässt einfach grundsätzlich bei der maximalen Offenblende von f4.0 merkbar nach. Das muss ich noch etwas im Augen behalten. Aber sonst bin ich eigentlich zufrieden und es macht auch auf andere einen sehr professionellen Eindruck 😉

Kameragurt: Blackrapid R-Strap Sport Breathe

Wie bereits erwähnt, bin ich öfters mal mit der Kamera unterwegs und bisher hatte ich für den Transport einen Rucksack von Lowepro mit dem ich soweit auch sehr zufrieden bin. Die Investition hat sich auf jeden Fall gelohnt. Das Problem was ich jedoch habe, wenn eine Kamera in einem Rucksack verstaut ist, habe ich weniger Ambitionen sie unterwegs herauszuholen um Aufnahmen zu machen. Man wird schlichtweg etwas faul. Zumal man sich bei dem Gepäck eher wie ein Lastesel fühlt, was nicht wirklich Spaß macht und mich auch in kreativen Gedankengängen stört.

Daher wollte ich eine Lösung, die es mir ermöglicht die Kamera bei mir zu haben ohne sie ständig festhalten oder viel mit mir herumtragen zu müssen. Da kam die Idee zu einem Kameragurt. Wer danach sucht wird ziemlich schnell auf Sun-Sniper Kameragurte stoßen. Da ich von verschiedenen über Verarbeitungsprobleme gelesen habe und die Qualität im Allgemeinen nicht so gut ist wie die Werbung es sagt, habe ich mich aufgrund von Empfehlungen mal zu einem mir unbekannten Hersteller überreden lassen und den Blackrapid R-Strap Sport Breathe gekauft.

Gerade wenn man Technik im Wert von 2 Mark 50 am Haken hat, will man auf den Gurt vertrauen können. Daher kam es nicht in Frage einen Gurt für 20€ zu kaufen. Dieser Gurt war mit rd. 80€ nicht günstig, erweckt aber aufgrund seiner Beschaffenheit das Gefühl von Sicherheit. Normalerweise hätte ich einen Kameragurt mit Stahlseilen vorgezogen, gerade wenn man viel unterwegs ist. Da aber dieser Gurt auch schon aus hochwertigem Material gefertigt ist, geht das noch.

Getragen habe ich den Gurt über einer Jacke, was selbst nach ein paar Stunden noch erträglich war. Wenn man 2-3 Kilos am Haken trägt, lassen die sich mit einem solchen Gurt nicht in Luft auflösen, aber es war deutlich angenehmer als erwartet. Allerdings war die Handhabung beim Fotografieren ein wenig unpraktisch. Der Gurt war von der Länge so eingestellt, dass mir die Kamera nicht gegen die Oberschenkel schlägt. Allerdings war beim Fotografieren der Gurt dann nicht lang genug um vernünftig im Hochformat fotografieren zu können. Da muss ich mal sehen, ob das noch anders geht.

Allgemein bin ich mit dem Equipment aber soweit erstmal zufrieden und ich werde es noch ein wenig testen. Und wenn Interesse besteht dann mal zu einem späteren Zeitpunkt meine Erfahrungen teilen. Schreib es doch mal in die Kommentare 🙂

Wie war es sonst in Düsseldorf?

Das gerade Düsseldorf Ziel einer kleinen Reise geworden ist war kein Zufall. Ich wollte mir gern mal einen kleinen Eindruck über die Stadt verschaffen. Grundsätzlich hatte ich das Gefühl dass es eine recht gepflegte und ordentliche Stadt ist. Man merkt auch, dass das Einkommensniveau ein klein wenig höher ist als vielleicht in anderen Städten. Entsprechend trifft man auch auf andere Leute.

Allerdings fand ich, dass es irgendwie sehr städtisch, trist und kühl wirkt. Mir fehlte vor allem etwas mehr Natur und Freundlichkeit. Auf der Rückreise schon in der Bahn sitzend ereignete sich am Bahnhof zudem noch eine Situation, die so wirkte als würde sich dort noch eine laute aggressive Schlägerei anbahnen. Was genau es war, konnte ich aus der Bahn nicht beurteilen, aber das trägt nicht zu einem positiven Bild von der Stadt bei.

Eigentlich hatte ich gute Erwartungen an die Stadt, fühlte mich jedoch ein wenig enttäuscht. Habe ich da den richtigen Eindruck gewonnen oder einfach nur einen blöden Moment erwischt? Könnt ihr vielleicht noch ein paar schöne Orte in Düsseldorf empfehlen? Vielleicht begebe ich mich dann ja doch noch mal dahin 😉

Das war es aber erst einmal von dem kleinen Ausflug nach Düsseldorf. Zum Abschluss gibt es noch zwei kleine Aufnahmen und dann bis zum nächsten Beitrag! Euer Mathias

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    • David
    • 21. Februar 2017
    Antworten

    Hey Mathias, sehr interessanter Beitrag! Gerade der Teil mit dem Gurt war für mich interessant, da ich schon seit langem an so etwas überlege. Vielleicht stellst du mal noch ein paar Bilder von den Produkten ein. Natürlich kann ich jetzt auch danach googeln, aber vielleicht kannst du ja mal die Hochformat-Problematik auf einem Foto festhalten (lassen). Auch die Art der Befestigung an der Kamera und die Lage der Kamera wären mal interessant. Wie verhält sich der Gurt mit verschiedenen Objektiven?
    Erste Vorbereitungen für einen neuen Gurt habe ich bereits mit einer entsprechenden Stativplattenschraube getroffen, sodass nur noch der richtige Gurt gefunden werden muss.

      • Mathias Beckmann
      • 22. Februar 2017
      Antworten

      Hallo David,

      danke ich denke da ist grundsätzlich was machbar. Aber um ein besseres Feedback zu geben, sollte ich den Gurt wohl auch noch mal unter anderen Umständen testen bzw. probieren ob sich manch kleine Probleme nicht doch beheben lassen. Es war ja bisher der erste Versuch mit einem solchen Gurt zu arbeiten 🙂

      Aber grundsätzlich ist es wohl schon besser und angenehmer als mit einem Rucksack umher zu laufen, das kann ich schon sagen.

      Grüße
      Mathias

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