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Charakterportraits mit Aufsteckblitz | Fotografie

Interessant was man allein durch das Schreiben von Blogs so über sich lernen kann. Denn ich stelle immer wieder fest, dass ich gerade am Anfang immer mal mehr will als zunächst gut ist. Und wie schon im vorigen Beitrag (Sportportraits – Die ersten Schritte) erwähnt, kann es sein dass ich nicht gleich den roten Faden habe.

Eigentlich wollte ich in diesem Beitrag ein schickes Sportportrait heraussuchen und nachstellen um zu lernen was ich überhaupt so machen kann. Aber jemand mit weniger Erfahrung würde das vermutlich nicht so angehen. Und ich möchte den Weg nachvollziehbar gestalten und auch zum nachmachen animieren. Daher habe ich die Ansprüche herunter geschraubt und überblicke erst einmal was an Equipment da ist und probiere damit die ersten einfachen Dinge aus, bevor es zu den professionellen Portraits kommt.

Ausrüstung die zur Verfügung steht

Wobei ich zunächst mal auf die genaue Produktbezeichnung verzichte, da diese erstmal keine große Rolle spielen:

  • DSLR Kamera
  • Objektive mit einer Brennweite von etwa 20 – 100mm
  • diverse Stative für Kamera und Equipment
  • 2 Aufsteckblitze
  • Octabox mit 65cm Durchmesser
  • Striplight mit 60cm Diagonale
  • 2 Durchlicht- / Reflektorschirme mit 110cm Durchmesser
  • Schwarzer bzw. weißer Falthintergrund
  • Adobe Lightroom und Photoshop

Also eigentlich schon eine ganze Menge mit der man sicherlich etwas anstellen kann. Genau das habe ich nämlich gemacht!

Setup für Charakterportrait von der Seite

So habe ich mir nun einen Blitz und die Octabox genommen, sie auf einem Stativ befestigt. Und so eine Profilaufnahme, also von der Seite, vor einem schwarzen Hintergrund aufgenommen. Eigentlich ein sehr einfaches Setup das wie folgt aussieht:

Die Person steht dabei nicht direkt vor der Octabox sondern versetzt, so dass hauptsächlich auf die in diesem Fall linke Gesichtshälfte das Licht fällt. Wichtig ist auch, dass das Licht dabei nicht zu hell ist, um genügend dunkle Stellen zu bekommen und nur die wesentlichen Details wirklich belichtet sind. Dabei heraus kommt dann folgendes Bild:

Etwas Nachbearbeitung für den Feinschliff

Durch die Art von Aufnahme mit einfachen Mitteln, wird durch das Licht besonders die Gesichtsform, Nase, Wangenknochen oder auch der Mund betont. Dabei fällt auf, dass es hier eine sehr markante Nase gibt und z.B. das Kinn eher unauffällig erscheint. Wären diese harten Schatten nicht im Gesicht, würde es weniger Interessant und einfach nur weichgespült wirken. Hierbei geht es darum, sich auf ein paar wenige und wesentliche Aspekte des Gesichtes zu konzentrieren.

Durch die Umwandlung in eine schwarz/weiß Aufnahme, kann noch mehr Intensität ins Bild gebracht werden. Ablenkende Farben werden entfernt und der Unterschied zwischen hell und dunkel wird noch intensiver und Kontraste werden noch mehr hervorgehoben. Wie das dann aussehen kann, seht ihr hier:

So kann innerhalb von wenigen Minuten, einem möglichst dunklen Hintergrund, einem Blitz und einer Octabox ein solches Bild entstehen. Man sieht plötzlich ein Gesicht ganz anders als das sonst der Fall ist. Probiert es doch einfach mal selbst. Das war es von meiner Seite!

Also dann, macht´s gut!
Mathias

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