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BRAUCHE ICH EIN GRAFIKTABLETT ?

Wer sich in der Bildbearbeitung richtig ausleben will, kommt um ein Grafiktablett nicht drumherum, oder vielleicht doch? Klären wir zunächst einmal was genau und für wen es tatsächlich sinnvoll ist und für wen eher nicht.

Was genau ist das?

Eigentlich ist es der elektronische Ersatz für Stift und Papier. Das was man normalerweise mit dem Stift auf Papier festhalten würde, kann mit einem Grafiktablett direkt in den Rechner übertragen werden. Gebraucht wird es fast ausschließlich bei gestalterischen Arbeiten und ist dort für viele kaum noch weg zu denken. Dabei gibt es solch ein Grafiktablett in verschiedenen Größen und Preisklassen. Doch nicht jedes dieser Gadgets ist auch für jeden gleich sinnvoll.

Wofür genau kann man ein Grafiktablett nutzen?

So ein Grafiktablett wird üblicherweise  mit einem Stift bedient und ist daher kein simpler Ersatz für eine Maus, sondern genau für die Arbeiten gedacht, bei denen man auch tatsächlich einen Stift oder ähnliche Arbeitsmaterialien verwenden würde.

Für die Nachbearbeitung von Bildern innerhalb von Lightroom wäre so ein Grafiktablett beispielsweise ungeeigneter. Denn hier werden überwiegend Regler verschoben und die Bedienung mit der Maus wäre in diesem Falle bedeutend einfacher als mit einem Stift. Natürlich wird in Lightroom auch mal ein Pinsel genutzt, jedoch weniger häufig als dass die Regler verwendet werden.

Besonders für jegliche Arbeiten innerhalb von Photoshop oder ähnlichen Programmen ist ein Grafiktablett äußerst nützlich. Also für ausgiebigere Ausarbeitungen, Zeichnungen, die Verwendung von Pinseln, Freistellung von Motiven oder sonstigen kreativen Arbeiten bei denen vergleichbare Tools genutzt werden. Denn genau diese Werkzeuge lassen sich mittels des Stifts vom Grafiktablett besonders intuitiv bedienen. Es fühlt sich fast so an, als würde man tatsächlich im Bild mit dem Stift malen.

Die Größe macht den Unterschied

Jedoch sollte man sich vor dem Kauf überlegen, für welchen Bereich man so ein Grafiktablett vorwiegend benötigt. Denn sonst kann es sein, dass man sich die Arbeit unnötig erschwert, weil man eine unpassende Größe gewählt hat.

Besonders bei Zeichnungen oder sehr detailreichen Arbeiten hilft oft ein größeres Grafiktablett, denn damit kann präziser gemalt und Details genauer herausgearbeitet werden. Hingegen wenn es nicht ganz so detailreich sein muss, eben bei ganz typischer Bildbearbeitung die üblicherweise bei einem Fotografen anfällt, dann reicht auch ein kleines bis mittleres Grafiktablett. Das sind beispielsweise Bearbeitungen wie Dodge & Burn, oder Portraitretusche bei denen man gewöhnlicherweise etwas großflächiger arbeitet.

Dabei sollte man bedenken: Je größer die Fläche des Tabletts ist, um so mehr muss die Hand oder auch der ganze Arm hin und her bewegt werden. Das kann schnell zur Übermüdung des Arms führen und die Freude an der Arbeit wird aus bleiben.

Ich selbst nutze aktuell ein Grafiktablett von Wacom, das Intuos Pro M, was vor allem unter Fotografen sehr verbreitet ist. Allerdings ist das fast schon ein wenig zu groß, weshalb ich die Arbeitsfläche mittels Software etwas verkleinert habe. Denn eigentlich brauche ich doch eine eher kleine Fläche auf der ich arbeiten kann, da ich auch viel mit dem Zoom und dem Verschieben-Werkzeug arbeite. Preislich liegt dieses Modell inklusive des Funkmoduls bei rd. 300€.

Hier einmal das Grafiktablett welches ich seit mittlerweile 2 Jahren nutze: Wacom Intuos Pro M + Wifi (Amazon Link). Zwar bin ich kein Technikfreak, aber solltest du Fragen dazu haben, kannst du die gern z.B. in den Kommentaren stellen.

Es gibt allerdings auch Einstiegsmodelle wie zum Beispiel das Wacom Bamboo für unter 100€. Damit kann man sich zunächst einen ersten Eindruck von der Bedienung machen. Denn es gehört schon etwas Eingewöhnung und Übung dazu, richtig damit umzugehen, wenn man doch lange die Bedienung der Maus gewöhnt war. Aber ist man einmal drin, will man eigentlich gar nichts anderes mehr machen.

Arbeitet ihr bereits auch mit einem Grafiktablett und wenn ja, was sind eure Erfahrungen?

Also dann, macht´s gut!
Mathias

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