Blackrapid R-Strap Sport Breathe | Review

So, da es nun beim letzten Beitrag eher etwas Businesslastig war (Zum Beitrag: Ziele setzen, verfolgen, erreichen – Brian Tracy | Review), bekommen wir heute mal mehr die Kurve zur Fotografie. Warum ich in diesem Beitrag einen Kameragurt vorstelle hat eigentlich zwei Gründe: 1. Zum einen hat mich das Thema sehr beschäftigt wie ich meine Kamera unterwegs transportieren soll, und ich habe eine Weile gebraucht die passende Lösung zu finden. Außerdem habe ich 2. mal die neuen Lichtformer testen können (Phot-R Strip-Softbox 30x140cm *), die ich mir für die weiteren fotografischen Vorhaben geholt habe. Aber zu dem Thema wird es noch einen gesonderten Beitrag geben! 😉

Heute geht es um den Kameragurt: Blackrapid R-Strap Sport Breathe *

Warum ein Kameragurt? – Kaufentscheidung

Möglichkeiten eine Kamera unterwegs zu transportieren gibt es viele: Handschlaufe, Rucksack, Holster, Hardcase usw. oder aber einen Kameragurt. Was für wen am besten geeignet ist kann ich leider nicht beantworten. Jedoch möchte ich einen Einblick in meine Entscheidung geben.

Von Haus aus hat eigentlich so gut wie jede Kamera irgendeine Art Halterung bzw. einen Kameragurt mitgeliefert. Dieser schicke Lederriemen o.Ä. den man sich entweder ganz klassisch wie ein typischer Tourist vorne um den Hals hängen kann, oder eben etwas lässiger mit einem Arm durch schräg hängen. Das Problem ist nur dabei, dass so ein Gurt oftmals eher ungemütlich im Tragekomfort ist, weil man sehr punktuell belastet wird, oder die Kamera z.B. vor einem herum baumelt. Oder aber es ist unpraktisch in der Handhabung wenn man beispielsweise so einen Gurt über Kreuz (also mit einem Arm durch die Schlaufe) trägt. Vor der Benutzung muss dann doch meist die Kamera mit Gurt erst ausgezogen werden. Das fand ich mehr als unpraktisch!

Letztlich suchte ich etwas, womit ich möglichst flexibel bin, es angenehm im Tragen ist und ich auch ein Bisschen das Gefühl von Sicherheit habe. Einen Rucksack nutze ich bereits, wenn ich Equipment verstauen möchte weil ich es gerade länger nicht brauchen werde. Aber wenn ich gerade aktiv am Fotografieren bin, gerade wenn man auch schon mal spontaner wie bei einem Event die Kamera zücken will, muss die Kamera allzeit bereit sein.

Eine Handschlaufe wäre da natürlich ein sehr einfaches und praktisches Mittel, denn damit ist die Kamera eigentlich immer griffbereit. Allerdings wollte ich die Kamera nicht ständig festhalten müssen. Denn was ist, wenn ich mal 10-15 Min nicht fotografiere, oder für einen Augenblick mal beide Hände brauche? Dann wäre natürlich auch ein Holster praktisch, dort kann man die Kamera immer wieder zwischendurch hinein packen und bei Bedarf sehr schnell wieder heraus holen. Das war mir jedoch zu viel Gefummel. Letztlich bin ich nach vielem hin und her überlegen auf einen Kameragurt gekommen.

Angenehm an der Hüfte zu tragen

Der Klassiker ist ein Sun-Sniper

Wenn man nun an dem Punkt angekommen ist und weiß dass man einen Kameragurt möchte, steht man schnell vor dem Problem, welcher es denn nun sein soll? Marken und Modelle gibt es dabei einige. Der für mich subjektiv wahrgenommene Platzhirsch ist dabei die Marke Sun-Sniper. Letztlich wollte ich schon einen vernünftigen Gurt, da ja einiges an Wert daran hängt. Drum sollte es keiner für 20€ sein sondern durfte auch ruhig bis ca. 100€ kosten.

Somit habe ich mir eigentlich ganz simpel zunächst ein hochpreisiges Produkt von Sun-Sniper angesehen und dann geschaut was es für vergleichbare Produkte anderer Hersteller gibt. Dazu wurden mir verschiedene Marken mit den verschiedensten Produkten empfohlen. Letztlich ist keiner der verglichenen Produkte sehr entscheidend besser oder schlechter gewesen, sondern die Entscheidung fiel eher in den Details.

Blackrapid vor den anderen Herstellern

Das ist natürlich meine ganz persönliche „Hitliste“ warum ein Gurt von Blackrapid für mich eher in Frage kam, als ein anderer Gurt! Eines der für mich wichtigsten Dinge war natürlich die Befestigung. Die erfolgt mit einer Art Schraube unmittelbar im Gewinde der Kamera. Durch die entsprechende Technik der Befestigung sitzt das auch stramm und sicher. Verbunden wird der Verschluss mit dem Gurt selbst mittels eines Karabinerhakens der zusätzlich mit einer weiteren Verschraubung + Abdeckung gesichert wird.

Der Blackrapid R-Strap Sport Breathe in der Gesamtansicht

Außerdem wird der Gurt nicht einfach nur über eine der Schultern gelegt, sondern es führt zusätzlich noch ein zweiter kleinerer Gurt unter dem Arm hindurch um das Gewicht noch angenehmer zu verteilen und den Tragekomfort zu verbessern.

Ein eingewebtes Stahlseil wie z.B. bei einem Sun-Sniper Kameragurt gibt es leider nicht inklusive. Jedoch besteht die Möglichkeit es optional nachzukaufen. Allerdings habe ich auch gelesen, dass beim Konkurrenzprodukt so ein Stahlseil auch keine Garantie ist, dass der Gurt wirklich einer aggressiven Belastung wie dem Durchschneiden stand hält. Von daher war es für mich kein „must-have“. Aber man hat ja trotzdem die Option es nachzukaufen.

Was aber tatsächlich richtig nützlich ist, sind verstellbare Halterungen womit die Kamera an einer bestimmten Stelle fixiert werden kann. Davon gibt es gleich zwei an der Zahl. Somit kann die Kamera beispielsweise an der Hüfte abgelegt werden und vor sowie hinter dem Karabinerhaken diese Fixierung geschoben werden und so bleibt die Kamera fest an ihrem Platz. Das empfand ich oftmals sehr praktisch wenn man mal zwischendurch irgendwo anpacken will und die Kamera nicht umher baumeln soll. Oder auch für´s Fahrradfahren & Co. geht das auch.

Mit der verschiebbaren Fixierung bleibt die Kamera wo sie soll

Wie sich der Gurt trägt

Den Kameragurt hatte ich über mehrere Monate in verschiedenen Situationen im Einsatz, ich war Wandern, Fahrradfahren, bei Events, einem Shooting oder oder. Und ich muss sagen, dass es eigentlich nichts schlechtes über den Gurt zu sagen gibt. Er hält, lässt sich gut anlegen und einfach nutzen. Trägt sich auch über Stunden noch angenehm.

Üblicherweise hängt die Kamera herunter und „baumelt“ irgendwo im Hüftbereich. Das klingt zunächst einmal unangenehm und unpraktisch, ist aber eigentlich nicht der Rede wert. Da ich oftmals eh nicht weiß wohin mit meinen Händen und Armen, können diese herunter hängen und so ist auch meist eine Hand an der Kamera. Daher wackelt sie bei mir nur wenig hin und her und ist auch nicht irgendwelchen größeren Belastungen ausgesetzt. Auch an der Hüfte selbst ist es nicht unangenehm zu tragen.

Einen Punkt gibt es jedoch schon der mich stört. Nämlich dass der zweite Gurt, der unter dem Arm entlang geführt wird auf der Rückenseite nur eingehakt wird. Warum wird dort nicht ein Klick-System wie bei anderen Gurten verwendet? Denn dieser Haken fällt nämlich gern mal heraus. Dadurch passiert weder dem Gurt noch der Kamera etwas, aber die zusätzlich Stabilität geht halt für den Moment etwas verloren und man muss das ganze erst wieder neu einhaken.

Der Haken der leider einen Haken hat und besser ein Klick gewesen wäre

Fazit

Würde ich diesen Gurt nochmal kaufen?

Nach meiner Meinung macht sich dieser Gurt auf jeden Fall bezahlt. Natürlich ist er nicht ganz günstig, aber dafür erhält man ein paar Features und hat auch das Gefühl dass er auch bei einer größeren Vollformat mit schwerem Objektiv vernünftig seinen Dienst tut. Ich muss beim Arbeiten nicht daran denken wie ich diesen Gurt zu bedienen habe, sondern es funktioniert intuitiv und ohne Probleme.

Wem würde ich diesen Kameragurt empfehlen?

Letztlich ist das wohl eine ganz persönliche Frage der eigenen Vorlieben. Aber ich denke, wer möglichst viel Flexibilität in Kombination mit einem gewissen Komfort haben möchte, ist allgemein mit einem Kameragurt gut bedient. Ob man dann eher zu einem optisch sehr ansprechenden Designerstück oder doch zu einem simpel und praktischen Kameragurt greift der mehr auf Funktion abzielt, bleibt da wohl jedem selbst überlassen.

Hier geht es nochmal zum Kameragurt 

Blackrapid R-Strap Sport Breathe *

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Beste Grüße
Mathias

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