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4 Gründe warum ich meinen 1. Marathon nicht schaffen werde (vorerst)

Bestimmt hast du es schon mal auf Intagram in den Storys mitbekommen, auf Facebook gesehen oder hier im Blog gelesen. Falls nicht: An diesem Samstag den 23. Juni 2018 ist mein Ziel den für mich ersten Marathon mit einer Gesamtlänge von 42,195 km zu laufen.

Wow! Doch weiß ich, dass ich es zu dem Termin nicht schaffen werde. Warum? Es liegt nicht am geringen Selbstwert oder an mangelnder Motivation. Was genau meine 4 Gründe sind, erläutere ich in den folgenden Zeilen. Aber zunächst kurz eine Zusammenfassung was bisher geschah.

Was soll das mit dem Marathon eigentlich?

Seit bereits über 10 Jahren gehe ich aktiv joggen. Begonnen hat es, bevor ich zur Bundeswehr gegangen bin. Denn ich dachte mir: Hey, da wird es bestimmt richtig anstrengend. Da wäre es doch klug sich schon mal sportlich vorzubereiten.“ Gesagt getan!

Mein erster Lauf außerhalb vom damaligen Schulsport war geschätzte 500m weit. Einmal Berg auf > müde und kaputt > und zurück laufen. Also du siehst, ich habe gleich hoch professionell begonnen und bin richtig durchgestartet 😉

Über die Jahre hinweg habe ich mich natürlich gesteigert und laufe mittlerweile meist so 200 – 400km im Jahr. Darunter sind auch mehrere Halbmarathons (rd. 21km) jährlich.

Irgendwann hat mich der Gedanke gepackt, auch mal mehr zu erreichen. Diese +/- 21km sind ganz schön. Aber soll das alles gewesen sein? Geht da nicht noch mehr? Doch auch immer wenn mich diese Gedanken beschäftigt haben, hat mich auch die Angst gepackt zu versagen. Also habe ich es gleich wieder gelassen.

Doch wo ich nun seit kurzem mit meinem Alter in ein neues Jahrzehnt gekommen bin, habe ich das Ziel für mich, die Messlatte höher zu setzen. Mir selbst zu zeigen, dass auch jetzt immer noch Leistungssteigerungen möglich sind.

Und so habe ich am 1. April 2018 mit dem Training hin zum Marathon begonnen. Warum ich den Marathon nun trotzdem nicht schaffe?

Wo ich so laufen gehe 🙂

1. Grund: Starke Leistungssteigerung in (zu) kurzer Zeit – Dem Muskelversagen nahe

Vor Beginn des Trainings bin ich nur noch max. 1 die Woche laufen gewesen. Im Jahr 2017 habe ich sogar „nur“ etwas über 200km zurückgelegt. Das war für mich ein sehr schwaches Jahr. Der Trainingsplan den ich für den Marathon heraus gesucht habe ist gut, jedoch eher für Personen gedacht die bisher schon 2-3x die Woche joggen gehen. Das habe ich gemerkt…

Die ersten Wochen gab es eine enorme Leistungssteigerung. Ich bin auf 4-5 Läufe die Woche gekommen. Bin im ersten Monat so viel gelaufen wie ich im Jahr 2017 an 7-8 Monaten gesamt zurückgelegt habe. Und ich habe mich je gelaufenen Kilometer zeitlich um fast 1 Minute verschnellert.

Das hatte jedoch auch zur Folge, dass ich bereits nach kurzer Zeit ziemliche Probleme mit der Muskulatur bekam. Denn diese erholte sich nur noch schwach. Denn im Alltag war ich auch noch viel zu Fuß unterwegs (teils zwangsläufig z.B. bei der Arbeit).

Irgendwann wurden sogar die kürzeren Distanzen schwieriger zu bewältigen. Zwischenzeitlich musste ich sogar mal 1-2 Wochen gänzlich pausieren, weil es keinen Sinn mehr gemacht hat. Auch hatte ich neulich nach einem Halbmarathon fast ein Muskelversagen, so dass ich gerade eben noch die Distanz geschafft habe.

Mein Plan:
Die Trainingsdauer werde ich nun zunächst einmal um weitere 6 Wochen verlängern und schauen wie die Entwicklung ist. 12 Wochen Trainingszeit waren für mich unter den aktuellen Umständen zu kurz. Der nächste Termin ist somit der 4. August 2018

2. Grund: Unterversorgung bei Essen und Trinken

Neben der Tatsache dass ich nun etwa 4x die Woche Laufen gehe, trainiere ich an den anderen 3 Tagen der Woche noch mittels Kraft-Ausdauertraining. Somit habe ich also 7 Trainingstage. Zudem sind allgemein auch die Tage immer sehr ausgefüllt und entsprechend braucht der Körper natürlich Leistung um zu arbeiten. Eine Eisenbahn fährt auch nicht ohne Kohle/Diesel/Strom o.Ä.

Auch wenn ich öfters, aber nicht regelmäßig, meine Ernährung getrackt habe. War ich dennoch meist eher in einem Kaloriendefizit von manchmal 500-1.000 kcal am Tag! Dabei esse ich eigentlich „normal“. Jedoch ist laut Berechnung mein Bedarf aktuell so hoch, dass ich eben deutlich mehr essen müsste, als ich es nach Gefühl mache. Der derzeitige Bedarf ist täglich im Durchschnitt bei etwa 3.600 kcal.

Selbstverständlich schwankt der Wert. Denn an einem Sonntag bin ich höchstwahrscheinlich nicht ganz so gefordert wie an einem Tag unter der Woche. Doch ist das so das grobe Mittelmaß. Seit ich nun mehr darauf achte, merke ich sogar schon nach kurzer Zeit einen Aufbau der Muskulatur. Doch was genau mache ich?

Mein Plan:
Die täglichen 3.600 kcal erreichen ist das Ziel (bzw. wenn der Tag anders verläuft, dann daran angepasst). Zudem spielen auch die Makros eine größere Rolle. Gerade weil Kohlenhydrate als Energielieferant und Eiweiß für den Muskelaufbau noch relevanter sind. Meine Aufteilung ist daher zur Zeit so – 3.600 kcal davon 220g Eiweiß / 90g Fette / 440g Kohlenhydrate. Selbstverständlich sollen es überwiegend natürliche Lebensmittel sein. Wobei ich mal auf eine Pizza oder ein Stück Kuchen nicht verzichten werde 😉

Was ich auch gemerkt habe, ist dass eine ausreichende Wasserzufuhr enorm wichtig für die Leistungsfähigkeit ist! Daher mein Ziel aktuell mind. 3 Liter täglich zu mir nehmen.

3. Grund: Mehr Arbeit weniger Schlaf

Benjamin, ein Personal Trainer aus meiner Gegend und zudem vielleicht ein bisschen ein „Schlaf-Freak“!? 😀 (Das ist positiv gemeint). Aber er setzt unglaublich viel auf das Thema „schlafen“. Zudem gönnt er sich selbst meist +/- 9 Stunden Schlaf täglich.

Hingegen lief es bei mir die letzten Wochen eher darauf hinaus, wieder mehr zu arbeiten und weniger zu schlafen. So dass manche Nächte sogar kürzer als 6 Stunden waren. Wirkliche Regeneration kann da nur schwer stattfinden. Es soll auch auf Dauer nicht wirklich gesund sein, wenn auch einige erfolgreiche CEO´s das Gegenteil behaupten wollen.

Mein Plan:
Es ist zur Zeit für mich nicht realistisch 9 Stunden täglich zu schlafen. Jedoch regelmäßig 7,5 Std. Schlaf zu bekommen, sollte machbar sein. Und den Unterschied merke ich auch schon. Und auch dass ich zwischendrin mehr Zeiten habe um mal zur Ruhe zu kommen. Eine Bekannte nennt es immer „Urlaub im Alltag“. Mehrere kleine „breaks“ zum tief durchatmen und um den Fokus neu zu setzen. Manch einer mag dann meditieren, oder ein Schläfchen halten. Ganz wie man selbst mag. 🙂 

4. Grund: Fehlende positive mentale Einstellung

Natürlich bin ich motiviert und selbstverständlich möchte ich gerne den Marathon schaffen. Doch es handelt sich hierbei nicht mehr um ein kleines Ziel für mich. Für mich und meine Denkweise stellt es schon eine große Herausforderung dar.

Und zudem bin ich der Überzeugung, um große Herausforderungen gut zu meistern, benötigt man auch die passende Einstellung. Angenommen du willst einen 4.000er Berg besteigen, glaubst aber nicht entferntesten daran dass DU das schaffen kannst. Meinst du, du wirst es trotzdem schaffen? Bis auf ganz wenige Ausnahmen wird es wohl niemand unter der Voraussetzung wirklich schaffen.

So ist es auch bei mir. Zwar steht das Ziel, doch wirklich dafür bereit zu sein und daran zu glauben es zu schaffen ist eben ein ganz anderer Punkt. Es ist auch ein Entwicklungsprozess und dort befinde ich mich zur Zeit auf einem guten Weg.

Mein Plan:
Mit dem Thema Persönlichkeitsentwicklung beschäftige ich mich eh schon eine Weile. Von daher ist das wohl ein einfacher Punkt für mich – nämlich vor allem einfach dran bleiben. Außerdem lasse ich mir dieses Ziel immer wieder bewusst werden und was für mich dahinter steckt.

Zusammenfassung

Das nun neue Ziel steht: Im Jahr 2018 den Marathon laufen (4. August 2018)

Bereits 12 Trainingswochen liegen hinter mir. In dieser Zeit konnte ich einiges bewegen und jede Menge lernen. Mit neuen Erfahrungen starte ich in die 2. Trainingsrunde. Weitere 6 Wochen liegen vor mir. Folgende Dinge werde ich dabei noch mehr beachten:

  1. Regelmäßig trainieren und auf die Regeneration achten. Mir zudem genügend Zeit für den Aufbau geben.
  2. Auf das benötigte tägliche Volumen an Essen und Trinken achten. In meinem Fall etwa 3.600kcal und mind. 3 Liter Flüssigkeit.
  3. Genügend Schlafen und regelmäßige bewusste kleine Ruhezeiten einbauen. Um körperlich wie mental immer wieder „runter zu kommen“ und fokussiert zu bleiben.
  4. Mit der passenden Einstellung ist (nicht alles aber) vieles zu erreichen. Auf die eigenen Stärken, Ziele und Motive konzentrieren.

Sofern es nicht total unsinnig wäre ist eines besonders wichtig: Niemals aufgeben!

Danke

An dieser Stelle möchte ich mich auch mal bei allen bedanken, die hinter mir stehen und mich unterstützen. Immer wieder fragt ihr, wie es mit dem Marathon läuft. Wir unterhalten uns darüber was man wie machen kann und lernen gemeinsam daran. Vielen Dank für den Austausch und die Unterstützung! 🙂

Wie steht es eigentlich mit dir? Machst du auch Sport? Und wenn ja, wie kommst du so voran? Schreib es mal in die Kommentare 🙂

Beste Grüße
Mathias

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